Kurz: Der Preis folgt der Wickelzeit. Sie ist reine Handarbeit über 45 bis 75 Minuten, und in dieser Zeit kann niemand parallel arbeiten.
Warum das der teure Teil ist
Bei einer Farbe läuft ein Teil der Termindauer als Einwirkzeit ab. Der Betrieb kann in dieser Zeit eine zweite Kundin bedienen.
Beim Wickeln geht das nicht. Jede Strähne wird einzeln abgeteilt, gelegt und fixiert, und das dauert.
| Ausgangslage | Wickelzeit | Termin gesamt |
|---|---|---|
| kurzes Haar, große Wickler | 30 bis 45 Minuten | 90 bis 120 Minuten |
| schulterlang, mittlere Wickler | 45 bis 60 Minuten | 120 bis 150 Minuten |
| lang, kleine Wickler | 60 bis 75 Minuten | 150 bis 180 Minuten |
| Ansatzbehandlung | 30 bis 45 Minuten | 90 bis 120 Minuten |
Kleinere Wickler bedeuten mehr Arbeitsschritte und ein definierteres Ergebnis. Das ist der Grund, warum zwei Dauerwellen zu verschiedenen Preisen zwei verschiedene Leistungen sein können.
Die Jahresrechnung
Eine Dauerwelle hält 3 bis 6 Monate und wächst dann heraus. Das ergibt 2 bis 3 Termine im Jahr, und nur der Ansatz wird behandelt.
Zum Vergleich: Eine Ansatzfarbe alle 6 bis 8 Wochen kommt auf 7 bis 8 Termine. Der Einzeltermin ist billiger, die Jahressumme höher.
Für Hannover mit vielen beruflich Reisenden kommt ein zweiter Punkt dazu: 2 bis 3 Termine im Jahr lassen sich um Messewochen herum planen, 7 bis 8 kaum.
Was den Preis nach oben treibt
- Haarlänge und Fülle. Mehr Masse heißt mehr Wickler und mehr Zeit.
- Kleine Wickler. Definierte Locken kosten Arbeitsschritte.
- Vorbehandeltes Haar. Es braucht eine Strähnenprobe und vorsichtigere Einwirkzeiten.
- Kombination mit Farbe. Beides an einem Tag ist nicht sinnvoll, es braucht 2 Wochen Abstand.
Die Strähnenprobe
15 Minuten, und bei vorbehandeltem Haar der Unterschied zwischen Ergebnis und Schaden. Sie zeigt, ob die Struktur die Umformung trägt und wie stark die Welle ausfällt.
Ein Betrieb, der darauf besteht, arbeitet nicht umständlich. Er verhindert den Fall, in dem am Ende geschnitten werden muss, und der kostet mehr als jede Dauerwelle.
Was danach dazukommt
48 Stunden nicht waschen, danach sulfatfrei und kalt ausspülen. Gewelltes Haar braucht Feuchtigkeit statt Protein.
Wer nach einer Dauerwelle regelmäßig glättet, hebt das Ergebnis Schritt für Schritt wieder auf und zahlt den nächsten Termin früher. Das ist die häufigste versteckte Zusatzausgabe bei dieser Leistung.
Häufige Fragen
Warum ist eine Dauerwelle teurer als eine Farbe?
Weil das Wickeln 45 bis 75 Minuten reine Handarbeit ist. Bei einer Farbe läuft ein Teil der Zeit als Einwirkzeit ab, in der parallel gearbeitet werden kann.
Wie lange dauert der Termin?
120 bis 180 Minuten, je nach Länge und Wickeltechnik. Kleinere Wickler bedeuten mehr Zeit und ein definierteres Ergebnis.
Wie oft muss nachbehandelt werden?
Alle 3 bis 6 Monate, und nur der Ansatz. Wer die Längen jedes Mal mitbehandelt, baut die Struktur ab.
Was kostet die Jahresrechnung?
Bei 2 bis 3 Terminen im Jahr liegt sie meist unter der einer Ansatzfarbe mit 7 bis 8 Terminen, obwohl der Einzeltermin deutlich teurer ist.
Lohnt eine Strähnenprobe?
Bei vorbehandeltem Haar immer. Sie kostet 15 Minuten und verhindert den Fall, in dem am Ende geschnitten werden muss.
Quellen
- Statistisches Bundesamt: Preisentwicklung bei Friseurdienstleistungen
- BfR: Kosmetische Mittel: Bewertung von Umformungsmitteln


